Burghausen – Die Filmemacherin Claire Angelini kommt mit ihrem Langfilm „JEANNE IS ACTING UP“ nach Burghausen. Vorgeführt wird er im Ankersaal, Termin ist Freitag, 16. Oktober 2026, Beginn 19 Uhr. Im Anschluss steht die französische Künstlerin für ein Gespräch bereit, Eintritt muss niemand zahlen. Darauf weist die Stadt Burghausen hin.
Hauptfigur ist Jeanne Barret. Die Bauerntochter aus Frankreich fuhr in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Männerkleidern bei der Bougainville-Expedition mit, denn auf königlichen Schiffen durften Frauen damals nicht reisen. Heute gilt sie als die erste bekannte Weltumseglerin. Als Botanikerin setzte sie sich unter Männern durch.
Neben Jeannes Geschichte stellt Angelini drei Frauen, die aus Madagaskar, Malaysia und Mexiko stammen und heute im Süden Burgunds leben, also dort, wo Jeanne herkam. Der Film schlägt so einen Bogen über Jahrhunderte und Kontinente. Es geht um Rollenbilder von Frauen und Männern, um Natur, Migration und Wissenschaft, erzählt aus dem Blick von Frauen. Gesprochen wird Französisch, Untertitel gibt es auf Englisch.
Gesprächspartner nach der Vorführung ist Matthias von Tesmar. Er schreibt, kuratiert und leitet gemeinsam mit anderen den VIDEOX Förderpreis. Thema sind der Film, Angelinis Arbeit allgemein und ihre aktuelle Ausstellung „CLAIRE ANGELINI ∙ FRAUENTERRITORIEN“. Die Künstlerin stammt aus Nizza, studierte unter anderem in Paris und in München an der Hochschule für Film und Fernsehen und lebt und arbeitet heute in beiden Städten.
Ausstellung bis 6. November
Der Abend gehört zum Begleitprogramm dieser Schau. Sie ist bis 6. November 2026 im Projektraum am Rathaus am Stadtplatz 112 zu sehen und zeigt auch die Kurzfilme „DU, DER“ und „SEGELN UND HALTEN“.
- Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 18 Uhr
- bis einschließlich 18. Oktober auch am Wochenende, ebenfalls 10 bis 18 Uhr
- Filmabend: Ankersaal, Stadtplatz 41/42
- mehr zur Ausstellung: www.kunst.burghausen.de/angelini
Eigene Einschätzung
Der eigentliche Reiz des Abends ist das Gespräch, denn die Künstlerin erklärt ihren Film selbst, und das kostenlos. Wer kein Französisch kann, sollte wissen, dass nur englische Untertitel laufen. Wer den Abend besucht, kann die Ausstellung im Projektraum gleich mitnehmen und die Kurzfilme dort als Ergänzung sehen.

