Passau – Im Landkreis Passau machen derzeit 50 Betriebe beim Umweltpakt Bayern mit. Von den rund 250 Teilnehmern in Niederbayern kommt damit jeder fünfte aus dem Landkreis, ein Spitzenwert im Regierungsbezirk. Das teilte das Landratsamt Passau mit.
Allein im laufenden Quartal sind wieder drei Betriebe neu dazugekommen oder haben verlängert: Poschinger-Bau aus Salzweg, die Lebschi Media GmbH aus Eging a. See und der Kaminkehrermeisterbetrieb von Christian Forster in Ruhstorf a.d. Rott. Einige Mitglieder tragen sogar „Gold-Status“, weil sie schon fünfmal in Folge teilgenommen haben. Genannt werden die Kaminkehrer-Innung Niederbayern, die Bäckerei Kerscher in Tiefenbach und Maier-Korduletsch aus Vilshofen.
Mehr als die gesetzlichen Pflichten
Den Umweltpakt gibt es seit 1995, in seiner heutigen Form seit 2020. Staatsregierung und Wirtschaftsverbände zeichnen darüber Firmen aus, die besonders nachhaltig und umweltverträglich wirtschaften, und stellen sie als Vorbild heraus. Bayernweit sind über 1400 Betriebe dabei, vom Großunternehmen bis zum Ein-Personen-Unternehmen.
Was die Teilnehmer verbindet, beschreibt Klimaschutzbeauftragte Teresa Schreib so: Sie prüfen ihre Abläufe im Betrieb immer wieder neu, nur die Gesetze einzuhalten reiche nicht. Als Maßstab gibt es unter anderem eine Kriterienliste des Bayerischen Handwerkstages und eigene Kriterien für Verwaltungs- und Bürobetriebe. Landrat Raimund Kneidinger und Schreib sehen in der hohen Beteiligung einen Beleg „für eine Wirtschaft, die die Zeichen der Zeit erkannt hat“.
Neue Mitglieder erhalten eine Urkunde, die der Landrat selbst überreicht, nach Möglichkeit im Beisein des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin vor Ort.
So kommen Betriebe dazu
Mitmachen können alle Unternehmen und Betriebe in Bayern, egal wie groß. Nach einem Antrag läuft die Teilnahme zunächst drei Jahre und lässt sich danach verlängern. Kosten entstehen keine. Wer schon dabei ist, steht auf www.umweltpakt.bayern.de. Ansprechpartnerin im Landratsamt ist Teresa Schreib.
Eigene Einschätzung
Dass so viele Betriebe aus dem Landkreis mitmachen, spricht für ein waches Umweltbewusstsein in der heimischen Wirtschaft, auch bei kleinen Handwerksbetrieben. Was die Firmen konkret verändert haben, erfährt man aus der Mitteilung allerdings nicht. Beispiele aus den ausgezeichneten Betrieben hätten gezeigt, was hinter der Urkunde steckt.


