Memmingen – Anästhesie-Mitarbeitende des Klinikums Memmingen zeigten anlässlich der Woche der Wiederbelebung auf dem Memminger Marktplatz, dass Laienreanimation kein Hexenwerk ist und jeder Leben retten kann. Foto: Eva Maria Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen
Nicht tatenlos dastehen, sondern handeln – So lautet die Devise, wenn ein Mitmensch einen Herzstillstand erleidet. Dass es gar nicht so schwer ist, zum Lebensretter zu werden, zeigten anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ (21. bis 27. September 2026) Mitarbeitende des Klinikums Memmingen bei einem Reanimationstraining auf dem Memminger Marktplatz.
„Laienreanimation ist mit dem Leitsatz `Prüfen – Rufen – Drücken´ einfach“, betonte Dr. Michael Laupheimer, Organisator und Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Klinikum Memmingen. „Man kann dabei nichts falsch machen. Das einzige, was man falsch machen kann, ist, nichts zu tun!“
Was genau zu tun ist, wenn ein Mitmensch einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleidet, zeigten Anästhesie-Mitarbeitende aus Ärzteschaft und Pflege an einem Aktionsstand auf dem Memminger Marktplatz an mehreren Übungspuppen.
Als Erstes PRÜFT man, ob der Mensch noch ansprechbar ist und atmet. Als Zweites RUFT man andere um Hilfe und informiert den Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112. Und als Drittes wird mit der Reanimation begonnen. Dabei DRÜCKT man mindestens 100 Mal pro Minute fest auf den Brustkorb.
„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen. Deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, erklärte Anästhesie-Oberärztin Dr. Lara Sturm.
Die „Woche der Wiederbelebung" ist eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit.
Weitere Informationen zur Laienreanimation gibt es hier.


