Salching – Die Gemeinde Salching investiert in die Sicherheit – Fahrzeug bietet mehr Flexibilität und moderne Technik
Ein besonderer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Oberpiebing und die Gemeinde Salching: Am Samstag, 10. Oktober 2026, wurde das neue Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik (TSF-L) der Feuerwehr offiziell eingeweiht und von Pfarrer Weber gesegnet. Zahlreiche Gäste, Vertreter der Gemeinde, Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie Abordnungen der Nachbarfeuerwehren waren zu diesem Anlass zusammengekommen. Das neue Fahrzeug ist eine bedeutende Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und stärkt die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr für die kommenden Jahre.
Der erste Kommandant Thomas Hollermeier begrüßte die Anwesenden und blickte auf den Weg von der ersten Planung bis zur Auslieferung des neuen Fahrzeugs zurück. Bereits im Jahr 2021 hatte die Feuerwehr Oberpiebing die Ersatzbeschaffung für das damalige Tragkraftspritzenfahrzeug beantragt, das zuletzt 25 Jahre im Dienst gewesen war. Um den passenden Fahrzeugtyp für die örtlichen Anforderungen zu ermitteln, wurde zunächst ein Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Salching erstellt. Dieser kam zu dem Ergebnis, dass ein TSF-L die richtige Lösung für Oberpiebing sei.
Vielseitig einsetzbar und modern ausgestattet
Das neue Fahrzeug basiert auf einem MAN-TGL-Fahrgestell mit 230 PS und einer zulässigen Gesamtmasse von 8,8 Tonnen. Der Kofferaufbau verfügt über zwei Geräteräume und eine Ladefläche für bis zu drei Rollcontainer. Insgesamt stehen der Feuerwehr fünf Rollcontainer für unterschiedliche Einsatzaufgaben zur Verfügung. Zur weiteren Ausstattung gehören eine teilbare Ladebordwand, mit der auch während der Fahrt eine lange Schlauchstrecke ausgebracht werden kann, ein Mannschaftsraum mit vier Atemschutzgeräten sowie ein LED-Lichtmast. Damit ist das Fahrzeug vielseitig nutzbar und ermöglicht es der Feuerwehr, flexibel auf unterschiedliche Einsatzsituationen zu reagieren.
Hollermeier betonte, dass hinter der Anschaffung weit mehr stecke als Technik und Zahlen. Das Fahrzeug sei eine wichtige Grundlage dafür, auch künftig schnell, flexibel und zuverlässig Hilfe leisten zu können. Sein besonderer Dank galt der Gemeinde Salching und dem Gemeinderat für ihre Unterstützung sowie den beteiligten Firmen und dem Beschaffungsteam aus den Reihen der Feuerwehr.
Pfarrer Weber: Für die Schwächeren da sein
Den kirchlichen Teil der Feier gestaltete Pfarrer Weber. In seiner Ansprache stellte er den Dienst der Feuerwehr in einen gesellschaftlichen und christlichen Zusammenhang.
Bei einem Brand, einem Unfall oder einer anderen Notlage könne jeder Mensch plötzlich auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Genau dieses Füreinander-Einstehen verwirkliche die Freiwillige Feuerwehr in vorbildlicher Weise. Pfarrer Weber dankte den Feuerwehrangehörigen für ihren ehrenamtlichen Dienst und sprach ihnen seine Anerkennung aus.
Im Anschluss segnete er das neue Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik und bat um Gottes Schutz für das Fahrzeug und alle, die damit unterwegs sind.
Gemeinde investiert in die Sicherheit
In seiner Ansprache stellte Bürgermeister Alfons Neumeier vor allem die Menschen hinter der Technik in den Mittelpunkt. Die Feuerwehrleute seien bereit, ihre Freizeit zu opfern, anderen in schwierigen Situationen zu helfen und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Dafür sprach er im Namen des Gemeinderats und der Bürgerschaft seinen ausdrücklichen Dank aus. Neben den Einsätzen investierten die Feuerwehrangehörigen zahlreiche Stunden in Übungen, Ausbildungen und Lehrgänge – gerade auch im Umgang mit dem neuen Fahrzeug. Diese Bereitschaft sei keineswegs selbstverständlich.
Nach Abzug der Förderung durch die Regierung von Niederbayern in Höhe von 65.000 Euro investiert die Gemeinde Salching insgesamt 425.000 Euro in die Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges, einer Pumpe sowie in den Einbau einer Absauggasanlage im Feuerwehrgerätehaus.
Neumeier betonte, dass dieses Geld gut angelegt sei, wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung gehe. Die Anschaffung eröffne der Feuerwehr neue Möglichkeiten, erhöhe ihre Flexibilität und bringe moderne Technik in den Einsatzdienst.
Neumeier wünschte den Feuerwehrleuten allzeit gute Fahrt und vor allem eine gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen. Das Fahrzeug solle möglichst oft sauber in der Halle stehen und nur selten gebraucht werden. Wenn es jedoch zum Einsatz komme, solle es zuverlässig seinen Dienst leisten und schnell die notwendige Hilfe ermöglichen.
Kreisbrandrat würdigt den ehrenamtlichen Einsatz
Kreisbrandrat Markus Weber schloss sich dem Dank an und würdigte insbesondere die Entscheidung der Gemeinde, in die neue Ausstattung zu investieren. Die Einsätze der Feuerwehren würden zunehmend schwieriger und komplexer. Umso wichtiger seien moderne Fahrzeuge und eine zeitgemäße technische Ausrüstung.
Gleichzeitig betonte er, dass Technik allein nicht ausreiche, sondern Menschen nötig seien, die sie beherrschen und bereit seien, anderen zu helfen. Die Feuerwehrangehörigen leisteten ihren Dienst rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Dieser Einsatz verdiene große Anerkennung. Sein Dank galt deshalb nicht nur den aktiven Feuerwehrleuten und den Führungskräften, sondern ausdrücklich auch deren Familien und Angehörigen, die den ehrenamtlichen Dienst mittrügen und die Einsatzkräfte zu Hause auffingen.
Markus Weber wünschte der Feuerwehr Oberpiebing mit ihrem neuen Fahrzeug alles erdenklich Gute und appellierte an die Mannschaft, stets gesund von den Einsätzen zurückzukehren. Seine abschließenden Worte brachten den Auftrag der Feuerwehr auf den Punkt: „Helfen in der Not, ist unser Gebot.“
Mit dem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik ist die Freiwillige Feuerwehr Oberpiebing für ihre vielfältigen Aufgaben besser gerüstet. Die Einweihung stand dabei nicht nur für die Übergabe moderner Technik, sondern vor allem für den Zusammenhalt und die Bereitschaft vieler Menschen, sich ehrenamtlich für die Sicherheit der Gemeinschaft einzusetzen.
Text/Bild: Franz Dengler


