Freising – „Es ist eine Ehre für mich, diese Auszeichnung vornehmen zu dürfen.“ Insgesamt 131 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus dem Landkreis Freising hat Franz Heilmeier, Stellvertreter der Landrätin, diese in zwei Veranstaltungen für ihre langjährige aktive Dienstzeit geehrt. Zunächst die Kameradinnen und Kameraden aus dem Landkreissüden, die zum Landgasthof Hofmeier in Hetzenhausen geladen waren. „Das ist ja quasi ein Heimspiel für mich“, sagte der vormalige Bürgermeister der Gemeinde Neufahrn. Die Feuerwehrleute aus dem Norden folgten am Donnerstag im Gasthaus Festner-Busch in Rudelzhausen.
Insgesamt 70 Angehörige der Landkreisfeuerwehren erhielten aus den Händen Heilmeiers das silberne Ehrenzeichen für ihren 25-jährigen Dienst, 52 Personen halten den Wehren seit 40 Jahren die Treue und bekamen dafür das goldene Ehrenzeichen. Und neun Feuerwehrmänner sind gar seit 50 Jahren aktive Mitglieder. „131 zu Ehrende: Das zeigt, welche Kraft und welche Qualität die Feuerwehren in unseren Ortschaften, in unserem Landkreis haben“, sagte der stellvertretende Landrat.
25, 40 oder 50 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: „Hinter diesen Zahlen stehen unzählige Stunden bei Einsätzen, bei Übungen und Ausbildungen, bei Wartungsarbeiten und Veranstaltungen“, sagt Kreisbrandrat Manfred Danner. „Aber vor allem stehen dahinter Engagement, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, für andere da zu sein.“ Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr – der traditionelle Leitspruch der Feuerwehren besage, „aus wessen Geist und aus welcher Haltung heraus“ die Einsatzkräfte Tag für Tag handeln, ihre Freizeit für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen, sagte Franz Heilmeier. Nicht aus der Motivation heraus, eine finanzielle Gegenleistung zu bekommen. „Es gibt keinen Arbeitsvertrag und es gibt keinen Lohnzettel“, sagte Danner. „Und trotzdem sind unsere Freiwilligen da!“
Hinter diesen Zahlen stünden vor allem Menschen, die sich mit Herzblut für andere einsetzen, wenn sie in Not sind, wenn sie Hilfe brauchen. „Das ist es, worum es bei der Feuerwehr geht. Da zu sein, wenn man gebraucht wird – ohne Wenn und Aber“, betonte der Kreisbrandrat. Dieser jahrzehntelange ehrenamtliche Einsatz verdiene höchste Anerkennung und dafür gelte es Danke zu sagen, stellten Heilmeier und Danner fest. An die Einsatzkräfte selbst, die zu jeder Tages- und Nachtzeit parat stehen, aber auch die deren Familien. „Denn für so ein Engagement braucht es auch Menschen, die einem den Rücken freihalten“, so Heilmeier.
Der Vizelandrat wünschte den Jubilaren, dass sie stets wohlbehalten wieder heimkehren und diesen Abend in Gesellschaft genießen – und ihn als das sehen, was er sein soll: Ein Zeichen der Wertschätzung!

