Burghausen – Im Umweltamt der Stadt Burghausen arbeiten seit September zwei Freiwillige. Lena Meyer (Böblingen, Baden-Württemberg) und Lea-Marie Marquardt (Kirchberg, Sachsen) machen dort ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr, kurz FÖJ. Das teilte die Stadt Burghausen mit. Die beiden wohnen in einer Dienstwohnung in der Altstadt.
Nach der Schule wussten beide noch nicht, welchen Weg sie einschlagen wollen, und entschieden sich für ein Orientierungsjahr. Lena Meyer wollte nach eigenen Worten praktische Erfahrungen sammeln und „draußen arbeiten und selbst mit anpacken“.
Ziegen, Gärtner, Lehrpfade
Zu ihren Aufgaben gehört die Betreuung der Tauernschecken-Ziegen am Burghang. Die Tiere pflegen dort per Beweidung die Landschaft und sorgen für freie Sicht auf die Burg. Dienstags helfen die Freiwilligen den Stadtgärtnern. Donnerstags steht das „Restl Festl“ im Haus der Familie an, bei dem gekocht wird. Als eigenes Projekt halten sie die Naturlehrpfade instand.
Zwei Termine stehen schon fest:
- Im November pflanzen sie gemeinsam mit Burghauser Schulen Bäume im Reichenberger Forst.
- Auf dem Gallimarkt betreuen sie einen Stand und laden zum Kürbisschnitzen ein.
Außerdem arbeiten sie mit der Burghauser Ortsgruppe des BUND zusammen, die Dr. Holger Lundt leitet. Dabei können sie auch eigene Ideen einbringen. Mehrere einwöchige Seminare führen sie mit Teilnehmern aus ganz Bayern zusammen. Lea-Marie Marquardt gefällt außerdem der Einblick in die Arbeit einer Stadtverwaltung.
Der Freiwilligendienst läuft zwölf Monate. Die Stadt vergibt jährlich zwei Plätze. Träger des Dienstes ist der BUND Naturschutz in Bayern, genauer dessen Jugendorganisation.
Eigene Einschätzung
Das Jahr im Umweltamt zeigt, dass kommunaler Naturschutz mehr umfasst als Tiere und Bäume, nämlich auch Verwaltungsarbeit. Wer sich selbst für das FÖJ interessiert, findet in der Mitteilung allerdings nur den Verweis auf die Internetseite der Stadt. Angaben zu Bewerbung und Voraussetzungen fehlen.


