Starnberg – Wer sich im Landkreis Starnberg über Photovoltaik, Sanierung oder Klimaschutz im Haus informieren will, hat in der kommenden Woche viele Gelegenheiten dazu: Zwischen Dienstag, 20. Oktober 2026, und Donnerstag, 22. Oktober 2026, laufen mehrere Online-Vorträge und Web-Seminare. Das teilte das Landratsamt Starnberg mit. Angeboten werden sie von Beratungsorganisationen wie Verbraucherzentralen, Bauzentrum München, CARMEN oder PV-Netzwerk BW.
Dienstag, 20. Oktober
Den Anfang macht um 10:00 Uhr der Vortrag „Photovoltaik – Mit Sonne rechnen!“. Energieberaterin Anke Rienäcker beantwortet darin Fragen rund um Photovoltaik. Am Nachmittag wendet sich ein WebSeminar zum klimafreundlichen Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) an Bauherren, die ein Bauvorhaben planen und sich einen ersten Überblick verschaffen möchten.
Um 18:00 Uhr beginnen gleich mehrere Angebote. Im Online-Infoabend zum Thema Schimmel erläutert Diplom-Biologin Pamela Jentner, welche Maßnahmen vorbeugen, wenn die Raumtemperatur im Herbst und Winter abgesenkt ist, und was zu tun ist, wenn sich schon Schimmel gebildet hat. Im Vortrag „Extremwetter Starkregen – Prävention und Schutz“ geht es um praxisnahe Möglichkeiten der Vorsorge gegen überflutete Keller und beschädigte Grundstücke. Abends um 19:00 Uhr erklärt Energieberater Wolfgang Kuchler, welche energetischen Pflichten beim Eigentümerwechsel entstehen, welche Nachweise nötig sind, welche Standards gelten und was passiert, wenn ein Gebäude sie nicht erfüllt.
Mittwoch, 21. Oktober
Um 18:00 Uhr geht es mit Energieberaterin Nicole Siepe um die Anforderungen an moderne Fenster, um die Frage, ab wann sich ein Fensteraustausch rechnet, und um Rahmenmaterialien im Vergleich. Außerdem kommen Haustüren, die richtige Fenstermontage und Möglichkeiten zur Fensterertüchtigung vor, dazu Informationen zu Kosten und Förderprogrammen. Um 19:00 Uhr folgt ein Vortrag zur Wärmepumpe in beengten Verhältnissen und zur Etagenheizung. Er geht unter anderem auf Austauschpflichten bei Gasetagenheizungen, die Unterstützung durch eine Photovoltaikanlage und mögliche Förderungen ein.
Donnerstag, 22. Oktober
Das WebSeminar „Energy Sharing – PV-Strom teilen“ beginnt um 18:00 Uhr. Es erklärt praxisnah, welche Modelle zum gemeinsamen Nutzen von Solarstrom taugen, wie diese ablaufen, wo Hürden und Grenzen liegen und welche rechtlichen Vorgaben gelten. Den Abschluss bildet um 19:00 Uhr der Vortrag „Aus Alt mach Neu – Wie richtig sanieren?“, der zeigt, wie eine Sanierung gelingt.
Auf einen Blick
- Dienstag, 20. Oktober 2026, 10:00 – 11:30 Uhr: Online-Vortrag „Photovoltaik – Mit Sonne rechnen!“
- Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:00 – 18:00 Uhr: WebSeminar „Klimafreundlich bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“
- Dienstag, 20. Oktober 2026, 18:00 – 19:00 Uhr: Online-Infoabend „Schimmel vorbeugen – auch bei absinkender Raumtemperatur im Herbst und Winter“
- Dienstag, 20. Oktober 2026, 18:00 – 19:30 Uhr: Online-Vortrag „Extremwetter Starkregen – Prävention und Schutz“
- Dienstag, 20. Oktober 2026, 19:00 – 20:30 Uhr: Online-Vortrag „Sanierungspflicht bei Hauskauf und Erbe“
- Mittwoch, 21. Oktober 2026, 18:00 – 19:30 Uhr: Online-Vortrag „Fenster energetisch sanieren“
- Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19:00 – 20:00 Uhr: Online-Vortrag „Wärmepumpe – Aufstellung in beengten Verhältnissen / Etagenheizung“
- Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18:00 – 20:00 Uhr: WebSeminar „Energy Sharing – PV-Strom teilen“
- Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19:00 – 20:30 Uhr: Online-Vortrag „Aus Alt mach Neu – Wie richtig sanieren?“
- Termine, Anmeldung und weitere Veranstaltungen: www.lk-starnberg.de/energieveranstaltungen
- Auskunft: Stabstelle Energie und Klimaschutz, Telefon 08151 148-77442
Hintergrund
Zum Vortrag über die Sanierungspflicht beim Hauskauf lohnt ein Blick in eine Mitteilung der Verbraucherzentrale Bayern aus dem Jahr 2022. Danach entstehen für neue Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern beim Verkauf oder Erbe Pflichten zur energetischen Sanierung. Die Verbraucherzentrale erläutert: „Bei einem Eigentümerwechsel müssen Altbauten innerhalb einer Frist von zwei Jahren so überholt werden, dass sie modernen energetischen Anforderungen genügen“. Die Mitteilung stammt von 2022 und gibt den damaligen Stand wieder.
Konkret nennt die Verbraucherzentrale Bayern zwei Bereiche. Wird ein Haus verkauft, dürfen Heizkessel für Gas oder Öl, die mehr als 30 Jahre alt sind, nicht weiterbetrieben werden; alte Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind davon nicht betroffen. Zweitens muss die oberste Geschossdecke nachträglich gedämmt werden, wenn dort bislang ein Wärmeschutz fehlt. Werden die Vorschriften nicht erfüllt, drohen Bußgelder.
Für den Wechsel auf Heiztechnik mit erneuerbarer Energie nannte die Verbraucherzentrale damals eine staatliche Unterstützung von bis zu 45 Prozent der Kosten. Die Zuschüsse müssen vor Auftragsvergabe beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Wer die Maßnahmen finanzieren will, kann anstelle eines direkten Zuschusses einen Förderkredit der KfW mit Tilgungszuschuss bei seiner Hausbank beantragen.
Zur Photovoltaik schreibt der Energie-Atlas Bayern, zentrales Instrument der Förderung sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Förderung kann als Einspeisevergütung, Marktprämie oder Mieterstromzuschlag erfolgen. Zusätzlich gibt es regionale Förderprogramme von Städten und Gemeinden. Informationen zur Förderung erhalten Interessierte auch von ihrem Energieberater.
Eigene Einschätzung
Das Programm deckt Themen ab, die Hausbesitzer gerade im Herbst beschäftigen, vom Schimmel bis zur Heizung. Besonders interessant dürfte der Vortrag zur Sanierungspflicht für Käufer und Erben sein. Fördersätze und Regeln ändern sich, deshalb sollten Interessierte die Angaben in den Vorträgen mit den aktuellen Bedingungen abgleichen.

