Wie wichtig Wasser für die Natur ist und was das mit dem Glauben zu tun hat, haben drei Kinder und Jugendliche in der Pfarrkirche Sankt Georg gemeinsam mit Pfarrer Werner Konrad besprochen. Anlass war der Familiengottesdienst zum Erntedankfest am Sonntagvormittag. Das teilte die Gemeinde Prackenbach mit.
Einzug mit den Körbchen
Vor dem Gottesdienst trafen sich die Kinder am Pfarrer-Baumgartner-Platz, direkt beim Bürgerhaus. Mit ihren gestalteten Erntekörbchen gingen sie gemeinsam mit Pfarrer Konrad und den Ministranten in die Kirche. Hans Preiß spielte dazu die Orgel. Die Körbe stellten die Kinder vor dem Altarraum und dem Erntedankaltar ab, der vielfältig dekoriert war.
Für die weitere Musik sorgte der Kinder- und Jugendchor Prackenbach unter der Leitung von Alexandra und Maxim van Beek. Die Sänger traten teils mehrstimmig und im Kanon auf, dazu gab es Tanzbewegungen. So blieb die Stimmung im Gottesdienst locker und lebendig.
Franz von Assisi und das Wasser
Zu Beginn erinnerte Pfarrer Konrad kurz an den Heiligen Franz von Assisi. Nach seiner Lehre bilde die ganze Schöpfung eine einzige große Familie. Auch das Wasser habe er als unverzichtbar hervorgehoben, und um dieses Thema sollte es in der Messe gehen. Helga Schnitzbauer las als Lektorin. Weitere Kinder trugen Fürbitten und Kyrie-Rufe vor. Mit Nicola Wittmann hatten sie außerdem ein Predigtspiel einstudiert.
In diesem Zwiegespräch mit dem Pfarrer ging es darum, was Wasser und was Wassermangel für die Natur bedeuten. Blumen und Pflanzen tragen bei richtiger Pflege Früchte, so wie auch soziales Engagement im Glauben Früchte trage. Fische im Aquarium brauchen Wasseraustausch, und unter Menschen seien Austausch und die Akzeptanz verschiedener Meinungen wichtig. Trockenphasen in der Natur verglichen die Beteiligten mit Glaubenskrisen: Egal wie schwer die Zeit sei, der Regen, also die Leichtigkeit im Glauben, komme wieder. Der Chor umrahmte die Aussagen mit passenden Strophen aus dem Lied „Laudato si“.
Segen und Dank
Nach der Segnung der Erntegaben dankte der Pfarrer allen Beteiligten, besonders dem Chor und den Mesnerinnen für den Schmuck des Erntealtars. Auch bei Nicola Wittmann bedankte er sich für die Mitgestaltung. Kerstin Bemmerl hatte das Brot für den Altar und kleine Brote gebacken. Die Ministranten verteilten die kleinen Brote anschließend an die Kinder.
Den Bericht verfasste die Journalistin Lisa Brem, die Gemeinde stellte ihn für ihre Homepage zur Verfügung.
Eigene Einschätzung
Das Predigtspiel macht ein abstraktes Bild greifbar: Wer Wasser, Pflanzen und Aquarienfische als Vergleiche nutzt, erreicht Kinder eher als mit einer klassischen Predigt. Interessant wäre gewesen, wie die Kinder selbst die Aufgabe erlebt haben. Dazu sagt der Bericht nichts, er schildert vor allem den Ablauf.


