Burghausen: Studierendenwohnheim „Campus Living“ an der Mehringer Straße eröffnet

Das neue Studierendenwohnheim an der Mehringer Straße in Burghausen ist offiziell eröffnet. Bei einer Feierstunde mit symbolischer Schlüsselübergabe übergaben die am Bau beteiligten Gewerke das Haus an die Verantwortlichen und die Bewohner. Das Gebäude steht unter dem Label „Campus Living Burghausen“. Das teilte die Stadt Burghausen mit.

Zum Wintersemester 2026/27 konnte das Gebäude bezogen werden, es ist inzwischen voll belegt, auch mit einigen Studierenden aus dem internationalen Raum. Gebaut wurde es in weniger als einem Jahr mit 45 Wohnplätzen. Bauherrin war die städtische Wifög GmbH. Ihr Geschäftsführer Dr. Christian Hackl erinnerte daran, dass von der ersten Planung bis zur Fertigstellung gut zehn Jahre vergangen seien. Seine Worte: „Aktuell gibt es rund 900 Studierende am Campus Burghausen und in Burghausen ist Wohnraum knapp, somit war die zügige Fertigstellung eine tolle Leistung aller Beteiligten“. Er dankte außerdem den beteiligten Betrieben, überwiegend aus Burghausen und Umgebung, dem Bauministerium für die Förderung und den Nachbarn für ihr Verständnis während der Bauzeit.

Die Baukosten lagen bei knapp sechs Millionen Euro. Etwa drei Millionen Euro Förderung erhielt die Wifög über das Programm des Bayerischen Staatsministeriums für studentisches Wohnen. Die Grüße von Staatsminister Christian Bernreiter richtete Ministerialdirigentin Marion Frisch aus. Sie sagte, in Bayern entstehe derzeit jede zweite in Deutschland gebaute Studentenwohnung.

Erster Bürgermeister Florian Schneider nannte das Wohnheim einen „erneuten Kraftakt für die Stadt Burghausen und ihre Wifög“. Der Campus sei ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Landkreis Altötting. Man habe in die Hörsaalgebäude investiert, derzeit entstehe das Technikum, das rund 60 Mio. Euro koste. Der Freistaat fördere es mit 26 Mio. Euro. Den Anstoß zur Entstehung des Campus habe der ehemalige Wifög-Geschäftsführer Anton Steinberger gegeben. Das Wohnheim sei ein weiteres Detail für den „Campus der kurzen Wege“, an dem unter anderem im Wasserstoff-Studiengang aktuelle Themen wissenschaftlich angegangen würden.

Prof. Heinrich Köster, Präsident der Technischen Hochschule Rosenheim, blickte auf das Jahr 2012 zurück, als diskutiert wurde, ob Burghausen eine Hochschule brauche. Der Campus wurde zum Wintersemester 2016 eröffnet, bald steht das zehnjährige Jubiläum an. Heute kämen 900 Studierende aus aller Welt. Köster lobte die schnelle Fertigstellung mit einem „Chapeau“.

Das Wohnheim liegt in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum und umfasst 25 Einzelappartements sowie fünf Gemeinschaftswohnungen. Das Grundstück, auf dem es errichtet wurde, gehört der städtischen Burghauser Wohnbau GmbH und umfasst rund 2.300 Quadratmeter. Küche und Bad gehören bei jedem Einzelappartement zur eigenen Ausstattung. Die Wohnungen sind möbliert und mit WLAN ausgestattet, dazu gibt es einen Gemeinschaftsraum. Der Hochschul-Campus ist nur wenige hundert Meter entfernt, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie sind in der Nähe.

Nach der Schlüsselübergabe sprach Hackl in einem Podiumsgespräch mit den Studierenden Roman Zhaburovskyi (Chemieingenieurwesen) und Berfin Orak (Hydrogen Technology). Ein Rundgang durch das Haus beschloss die Feier.

Hintergrund

Gegründet wurde die Wirtschaftsförderung Burghausen GmbH (Wifög) laut der Website der Stadt am 1.9.1997, damals noch unter der Bezeichnung Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH, und zwar als vollständig städtisches Unternehmen, an dem die Stadt Burghausen alle Anteile hält. Gesellschafter ist die Stadt, vertreten durch Erster Bürgermeister Florian Schneider.

Die Geschäftsführer sind Dr. Christian Hackl und Markus Nußbaumer. Wer in Burghausen ansässig ist, sich dort niederlassen oder umziehen möchte, egal ob aus der Region, dem Inland oder dem Ausland, kann sich an die Wifög wenden, ebenso wie Existenzgründer.

Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem die Vermittlung von Gewerbegrundstücken und -objekten, Förderungs- und Finanzierungsberatung sowie die Entwicklung und Realisierung von Kooperationsprojekten. Den Aufsichtsrat der Wifög leitet Florian Schneider. Sowohl die Wifög als auch ihre Partnergesellschaft RegioInvest Inn-Salzach haben ihren Sitz im Business Center Burghausen.

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