Altötting – Fünf frisch examinierte Pflegefachfrauen der Berufsfachschule für Pflege am InnKlinikum Altötting sind mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet worden. Ihr Notendurchschnitt lag bei 1,25 beziehungsweise 1,41. Das teilte das InnKlinikum Altötting und Mühldorf mit. Die Ehrung fand im Rahmen einer eigenen Feier statt.
Landrat Dr. Tobias Windhorst übergab den Absolventinnen persönlich die Urkunden des Regierungspräsidenten. Dazu gab es eine Anerkennung von jeweils 75 Euro, die der Landkreis Altötting gestiftet hat. „Mit ihren besonderen Leistungen haben Sie diese Anerkennung mehr als verdient“, sagte Windhorst.
Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikums, lobte die jungen Frauen. Sie hätten sich für einen anspruchsvollen und gesellschaftlich wichtigen Beruf entschieden und gezeigt, wie viel Potenzial in ihnen stecke. Gut ausgebildete und engagierte Pflegekräfte seien ein unverzichtbarer Teil von Kliniken. Ewald zeigte sich erfreut, dass die Berufsfachschule in Altötting jedes Jahr hervorragende Nachwuchskräfte ausbilde.
Schulleiterin Regina Wenzl hob Engagement und Ausdauer der Absolventinnen hervor. Pflegedirektorin Manuela Grossauer verwies auf die hohen Anforderungen der generalistischen Pflegeausbildung. Sie verlange neben breitem Fachwissen auch ausgeprägte Denk- und Problemlösefähigkeiten.
Nach eigenen Angaben bildet das InnKlinikum jährlich an beiden Standorten zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann und zur Pflegefachhelferin oder zum Pflegefachhelfer aus.
Hintergrund
Die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann vermittelt laut bayerischem Gesundheitsministerium die Kompetenzen zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen. Sie ermöglicht den flexiblen Einsatz in allen Versorgungsbereichen.
Zur Bezahlung schreibt das Ministerium, es gebe in der Pflege keinen allgemein verbindlichen Tarifvertrag. Die Vergütung könne deshalb je nach Ausbildungsbetrieb unterschiedlich ausfallen. Auszubildende erhielten aber ab dem ersten Ausbildungsjahr ein eigenes Gehalt.
Wer schon eine andere Ausbildung abgeschlossen hat, kann sich einen Teil anrechnen lassen. Laut Ministerium kann die zuständige Behörde auf Antrag gleichwertige Ausbildungen oder Teile davon bis zu zwei Dritteln der Dauer anrechnen. Der Antrag ist bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen.
Für den Einstieg als Pflegefachhelfer gibt es in der Region ein neues Angebot: Zum Schuljahr 2025/2026 wird der Schulstandort Mühldorf a. Inn um eine Staatliche Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe erweitert, wie das Kultusministerium in einer Pressemitteilung vom 22.04.2025 mitteilte. Nach Darstellung des Ministeriums steht Absolventen einer solchen Schule grundsätzlich ohne Unterbrechung der Weg in die Pflegeausbildung an einer Berufsfachschule offen.
Eigene Einschätzung
Die Auszeichnung zeigt, dass sich die Ausbildung in Altötting lohnt, und sie macht den Beruf sichtbar. Offen lässt die Mitteilung, wie viele Absolventinnen und Absolventen insgesamt ihren Abschluss gemacht haben und wie viele davon im Haus bleiben. Wer sich für den Beruf interessiert, sollte Vergütung und Bewerbung direkt beim Ausbildungsbetrieb erfragen.


