Landshut – Wer in den Nachbarschaftshilfen im Landkreis Landshut ehrenamtlich unterwegs ist, muss im Ernstfall wissen, was zu tun ist. Deshalb haben 30 Helferinnen und Helfer ihr Wissen in Erster Hilfe aufgefrischt. Ein Kurs lief im Bürgerhaus Geisenhausen, der andere im Kloster Furth. Das teilte das Landratsamt Landshut mit. Die Kosten trug der Landkreis.
Eingeladen waren die Ehrenamtlichen aller zwölf bürgerschaftlich organisierten Nachbarschaftshilfen im Landkreis. Angestoßen haben die Kurse Seniorenbeauftragte Elisabeth Strasser und Behindertenbeauftragte Linda Pilz. Zuvor hatten sie die Nachbarschaftshilfen gefragt, welche Unterstützung der Landkreis leisten kann. Dabei meldeten die Ehrenamtlichen unter anderem starkes Interesse an Erster Hilfe zurück.
Den Kurs hielt der Malteser Hilfsdienst Landshut. Die Teilnehmenden konnten bereits Gelerntes kompakt wiederholen und praktisch üben. Behandelt wurden die Kontrolle von Bewusstsein und Atmung, die Rettungskette, der Notruf 112 und die stabile Seitenlage. Dazu kamen Herzdruckmassage und Beatmung sowie der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED). Außerdem ging es darum, was bei akuten Notfällen zu tun ist, etwa bei Schlaganfall, Herzinfarkt oder starkem Blutverlust.
Besonderes Gewicht hatten Übungen in kleinen Gruppen. Dabei trainierten die Helferinnen und Helfer wichtige Handgriffe und riefen sich ins Gedächtnis, worauf es in möglichen Notfällen im Alltag der Nachbarschaftshilfe ankommt.
Ein weiteres Schulungsangebot ist bereits in Vorbereitung. Es soll darum gehen, wie sich mobilitätseingeschränkte Personen bei den ehrenamtlichen Fahr- und Begleitdiensten sicher und bedarfsgerecht unterstützen lassen.
Auf einen Blick
- Orte: Bürgerhaus Geisenhausen und Kloster Furth
- Teilnehmende: 30 Ehrenamtliche aus den Nachbarschaftshilfen im Landkreis Landshut
- Durchführung: Malteser Hilfsdienst Landshut
- Kosten: übernahm der Landkreis Landshut
Eigene Einschätzung
Wer anderen regelmäßig hilft, begegnet auch Menschen, die im Notfall schnell Hilfe brauchen. Dass der Landkreis den Bedarf erst abgefragt und dann passende Kurse bezahlt hat, wirkt sinnvoll. Offen bleibt, ob alle Nachbarschaftshilfen erreicht wurden und ob es weitere Termine für alle gibt, die diesmal nicht dabei waren.

