Mühldorf am Inn – Kinder und Jugendliche im Landkreis Mühldorf a. Inn haben in Gars a. Inn digitale Technik ausprobiert. Dort fand das dritte Pop-up-Lab im Landkreis statt. Die Besucherinnen und Besucher konnten die Technik selbst erleben und testen. Nach Angaben des Landratsamts Mühldorf a. Inn war die Veranstaltung gut besucht und stieß auf großes Interesse. Das Landratsamt teilte mit, im Mittelpunkt hätten die Fragen gestanden, wie sich digitale Technologien kreativ nutzen lassen und worauf es im Umgang mit digitalen Medien ankommt.
Die kommunale Jugendpflegerin des Landratsamts organisierte das Pop-up-Lab gemeinsam mit der Medienfachberatungsstelle Q3 – Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer. Das mobile Mitmachangebot soll Kindern und Jugendlichen den Einstieg in digitale Medien und moderne Technik leicht machen. Außerdem soll es die Medienkompetenz der Teilnehmenden stärken.
Im Zentrum steht das eigene Ausprobieren. Mit kreativen Aktionen und praktischen Experimenten lernen die Gäste neue Technologien kennen und verstehen besser, wie sie funktionieren. Das Angebot will zugleich dazu anregen, digitale Medien und ihre Auswirkungen kritisch und bewusst zu hinterfragen.
Stimmen zur Veranstaltung
Die Medienbildung sei von großer Bedeutung, hob Landrat Max Heimerl hervor. Heute zähle zu den grundlegenden Kulturtechniken nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern auch der kompetente Umgang mit digitalen Medien. Dazu gehöre die Kenntnis, wie sich digitale Werkzeuge einsetzen lassen und wie sie eingesetzt werden sollten. Außerdem komme es darauf an zu verstehen, „was diese neuen Medien mit einem selber machen oder versuchen“.
Robert Otter, Erster Bürgermeister von Gars a. Inn und Schirmherr der Veranstaltung, sprach von besonderen Herausforderungen der digitalen Entwicklung gerade für die Jüngeren. Gleichzeitig eröffne sie aber auch große Chancen. „Ihr habt jetzt die große Herausforderung, mit dem Ganzen, was es jetzt alles so gibt, umzugehen. Das ist einfach nicht leicht, aber natürlich auch gleichzeitig eine große Chance“, so Otter.
Danilo Dietsch von der Medienfachberatungsstelle Q3 betonte, wie wichtig die aktive Auseinandersetzung mit digitalen und sozialen Medien ist. Dietsch sagte, die Verantwortung liege nicht allein bei Einzelnen. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sich mit diesen Medien auseinanderzusetzen.
Nach Darstellung des Landratsamts werden digitale Themen greifbar und verständlich, wenn die Teilnehmenden selbst experimentieren, kreativ arbeiten und sich austauschen. Mit der dritten Auflage setzen die kommunale Jugendarbeit und die Medienfachberatungsstelle Q3 ihre Zusammenarbeit fort.
Hintergrund
Dass Medienkompetenz als Kulturtechnik gilt, erklärt die Bundeszentrale für politische Bildung auf ihrer Website so: Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule umfasse neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch den Erwerb von Medienkompetenz. Sie sei als Schlüsselqualifikation zu verstehen.
Als Grund nennt die Bundeszentrale die Digitalisierung, die alle Lebensbereiche beeinflusse. Digitale Medien seien auch für die Bewältigung alltäglicher Anforderungen und für die Persönlichkeitsentwicklung von Bedeutung. Souverän und kritisch-reflektiert mit ihnen umzugehen, sei eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft.
Der aktive Umgang mit digitalen Medien setze Medienkompetenz zwar voraus, trage aber auch entscheidend zu ihrer Entwicklung bei.
Eigene Einschätzung
Das Pop-up-Lab setzt auf Ausprobieren statt Vortrag, das passt zu einem Thema, das Kinder im Alltag ohnehin betrifft. Offen bleibt, wie viele junge Menschen erreicht wurden und was die Teilnehmenden konkret mitnehmen. Die Mitteilung nennt weder Programmpunkte noch weitere Termine. Interessierte sollten beim Landratsamt nachfragen, ob es eine vierte Auflage gibt.


