Altomünster – In Altomünster beginnen in den nächsten Monaten Feldbegehungen und Vermessungen im ganzen Gemeindegebiet. Wie der Markt Altomünster mitteilte, hat er gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro WipflerPLAN die Arbeit an einem integralen kommunalen Sturzflutrisikomanagement-Konzept aufgenommen. Anwohner sollen außerdem per Fragebogen von früheren Unwettern berichten, Rückmeldungen sind bis zum 27.11.2026 erbeten.
Was in den kommenden Monaten passiert
Die Fachleute erfassen Gelände und örtliche Gegebenheiten, besonders an Gräben und Gewässern. Damit soll sich die Gefahr durch Starkregen und durch Gewässerhochwasser künftig besser einschätzen lassen. Auf dieser Grundlage sollen geeignete Maßnahmen entwickelt werden.
Dabei kann es nötig werden, private Grundstücke zu betreten. Das gilt, wenn ein zu untersuchender Bereich nicht auf öffentlichen Flächen liegt oder nur über Privatgrund erreichbar ist, etwa bei Gräben. Der Markt bittet betroffene Eigentümer und Anlieger um Verständnis.
Wissen der Bevölkerung gefragt
Nach Angaben des Markts ist das Wissen der Einwohner ein wichtiger Baustein des Konzepts. Der Fragebogen zu historischen Starkregenereignissen und Gewässerhochwassern soll vergangene Schäden und örtliche Problemstellen dokumentieren. Je früher die Antworten eingehen, desto besser lassen sich nach Darstellung der Verwaltung die nächsten Arbeitsschritte planen und schon in der frühen Projektphase belastbare Grundlagen schaffen.
Ausfüllen lässt sich der Fragebogen online. Alternativ gibt es ihn als PDF zum Herunterladen. Er kann in Papierform, wenn vorhanden mit Fotos, an den Markt geschickt werden. Wer möchte, füllt ihn gemeinsam mit einem Mitarbeiter im Rathaus aus.
Erste Ergebnisse des Konzepts will der Markt bereits im Frühjahr 2027 in den einzelnen Gemeindeteilen vorstellen. Die Termine gibt er später gesondert im Mitteilungsblatt, auf der Homepage und in den sozialen Medien bekannt, sobald die Bearbeitung weiter fortgeschritten ist.
Auf einen Blick
- Rückmeldefrist für den Fragebogen: 27.11.2026
- Ausfüllen: online, als PDF in Papierform an den Markt Altomünster oder zusammen mit einem Mitarbeiter im Rathaus
- Erste Ergebnisse: Frühjahr 2027 in den jeweiligen Gemeindeteilen
- Termine der Vorstellung: Mitteilungsblatt, Homepage und Social Media
Eigene Einschätzung
Dass die Gemeinde Betroffene früh einbindet, ist sinnvoll, denn gerade an kleinen Gräben kennen Anwohner oft die Problemstellen am besten. Offen bleibt, wie die Antworten später ausgewertet werden und welche Maßnahmen daraus folgen könnten. Wer Fotos von früheren Ereignissen hat, sollte sie beilegen. Zudem fehlt in der Mitteilung ein Hinweis darauf, wie Eigentümer vor einer Begehung informiert werden.


