München – Das Landesarbeitsgericht München bekommt zum 1. November eine neue Spitze: Dr. Petra Förschner übernimmt das Amt der Präsidentin von Dr. Harald Wanhöfer, der in den Ruhestand geht. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales mit. Beim Festakt zum Amtswechsel in der Münchner Residenz sprach Arbeitsministerin Ulrike Scharf.
Scharf sagte: „Dr. Petra Förschner wird mit ihrer langjährigen Erfahrung und exzellenten Expertise das Landesarbeitsgericht München kompetent und souverän in die Zukunft führen.“ Dem scheidenden Präsidenten dankte die Ministerin für die Leitung des Gerichts über mehr als ein Jahrzehnt. Für den Ruhestand wünschte sie ihm Gesundheit, Freude und Gottes Segen.
Die beiden Werdegänge
Förschner wurde 1962 in Nördlingen geboren. 1999 begann sie als Richterin am Arbeitsgericht München. 2009 war sie zunächst im Rahmen einer dreimonatigen Abordnung am Landesarbeitsgericht München tätig. Im März des folgenden Jahres wechselte sie dauerhaft dorthin, als Vorsitzende Richterin. Seit 2016 ist sie Vizepräsidentin des Gerichts. Ab dem 1. November steht sie an der Spitze des Landesarbeitsgerichts München.
Wanhöfer wurde 1960 in Starnberg geboren. Am Landesarbeitsgericht München fing er 2006 als Vorsitzender Richter an, war danach zwei Jahre Vizepräsident und leitete das Gericht anschließend zehn Jahre als Präsident.
Was die Gerichte tun
In Bayern gibt es zwei Landesarbeitsgerichte, eines in München und eines in Nürnberg. Als zweite Instanz überprüfen sie Entscheidungen, die zuvor an einem der elf bayerischen Arbeitsgerichte gefallen sind. Diese klären Streitfälle zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite, etwa zu Kündigungsschutz, Gehaltsforderungen oder Zeugnisberichtigungen. Zu ihren Aufgaben gehören auch Konflikte zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber sowie Klagen zu Tarifverträgen.
Auf einen Blick
- Amtsantritt der neuen Präsidentin: 1. November
- Ort des Festakts: Münchner Residenz
- Landesarbeitsgerichte in Bayern: München und Nürnberg


