Mainburg – Wer zu Hause ein Bild, eine Zeichnung oder eine Grafik von Helmut Münch hängen hat, kann sie bald öffentlich zeigen: Die Stadt Mainburg plant zum 100. Geburtstag des Hallertauer Künstlers eine Ausstellung und sucht dafür Leihgaben von privaten Besitzern. Das teilte die Stadt mit. Die Schau trägt den Titel „Mein Münch. 100 Jahre, 100 Werke, 100 Geschichten“ und läuft vom 11.-20.12.2026 in der Stadthalle Mainburg.
Die Stadt will damit dem Künstler ein persönliches Andenken schenken. Die Ausstellung soll die große Bandbreite seines Schaffens zeigen und zugleich deutlich machen, wie eng Münchs Beziehung zu den Leuten in Mainburg und in der Hallertau war. Sie verknüpft sein künstlerisches Werk mit den Lebensgeschichten derer, bei denen seine Arbeiten zu Hause hängen.
Was gesucht wird
Gefragt sind Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Skizzen, Entwürfe und weitere geeignete Originalarbeiten. Willkommen sind auch Aufnahmen von Arbeiten, die sich nicht bewegen lassen, etwa von Kunst am Bau. Wer keine Werke besitzt, kann sich mit Erinnerungen, Fotografien oder Hinweisen auf bislang unbekannte Arbeiten beteiligen.
Die Stadt interessiert sich außerdem für die Geschichte hinter jedem Stück: Was verbindet den Besitzer mit dem Werk und dem Künstler? Wie kam das Bild zu ihm, wurde es bei Münch selbst gekauft oder geschenkt? Und wie lange begleitet es ihn schon?
Bürgermeisterin Karoline Fritz-Ertlmaier sagte, bei „Mein Münch“ würden die Bürgerinnen und Bürger zu Mitgestaltern. Aus vielen einzelnen Leihgaben entstehe ein gemeinsames kulturelles Erbe. Sie appellierte an alle Kunstliebhaber der Hallertau, ihren Münch den Menschen vor Ort zu zeigen.
Auf einen Blick
- Ausstellung: „Mein Münch. 100 Jahre, 100 Werke, 100 Geschichten“, 11.-20.12.2026 in der Stadthalle Mainburg
- Meldung unter www.mainburg.de/muench bei der künstlerischen Ausstellungsleiterin Dr. Isabelle Lesmeister
- Anmeldeschluss: 15.11.2026
- Kontakt: Stadtmarketing Mainburg Tel. 08751 / 704-405
Eigene Einschätzung
Die Idee, Kunst aus Wohnzimmern und Fluren zu holen, verspricht eine Schau mit ungewöhnlich persönlichem Charakter. Offen bleibt, wie die Stadt mit Fragen zu Versicherung und Transport der Leihgaben umgeht; dazu sagt die Mitteilung nichts. Wer ein Werk geben will, sollte das vorab beim Stadtmarketing klären.

