Memmingen – Die Chirurgie am Klinikum Memmingen arbeitet seit Oktober mit einem weiteren OP-Roboter des Typs Da Vinci. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Spende von über einer Million Euro, wie das Klinikum Memmingen mitteilte. Geber ist das Medizintechnik-Unternehmen Reck-Technik GmbH & Co.KG aus dem Kreis Biberach. Der Roboter steht der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie zur Verfügung.
Am Klinikum sind mit dem Da-Vinci-System schon seit mehreren Jahren minimal-invasive Operationen an allen Bauchorganen im Einsatz, die nach Angaben der Klinik mit höchster Präzision erfolgen. Neben urologischen Eingriffen liegt der Schwerpunkt auf roboter-assistierter Chirurgie an Dick- und Enddarm, Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse.
Chefarzt Professor Dr. Carsten Gutt sagt, die Klinik habe damit ihre Kapazität für eine zeitnahe, hochwertige Patientenversorgung deutlich erhöht. Außerdem könne man dank der Unterstützung der Firma Reck die schnelle Erholung nach roboter-assistierten Eingriffen in einer Studie weiter untersuchen. Nach Gutts Angaben rechnet die Klinik künftig mit bis zu 500 solcher bauchchirurgischen Operationen pro Jahr, die mit dem Roboter erfolgen.
Reck-Technik stellt seit über 50 Jahren medizinische Bewegungstherapiegeräte der Marke MOTOmed her und bezeichnet sich auf diesem Gebiet als weltweit führend. Die Geräte sind MDR-zertifiziert und evidenzbasiert und werden international in Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen und im häuslichen Umfeld genutzt. Christine Reck, geschäftsführende Gesellschafterin, versteht gesellschaftliches Engagement als zentralen Bestandteil moderner Unternehmensverantwortung. Sie freut sich, dass der Roboter nicht nur vielen Patientinnen und Patienten nützt, sondern auch der wissenschaftlichen Arbeit am Klinikum zugutekommt.
Eigene Einschätzung
Dass eine Spende ein zweites Gerät möglich macht, dürfte die Operationsplanung der Chirurgie entlasten. Interessant ist die angekündigte Studie zur Erholung nach roboter-assistierten Eingriffen. Offen bleibt, wann Ergebnisse vorliegen und ob sie veröffentlicht werden. Auch die Angabe zu den künftigen Eingriffen ist bislang nur eine Erwartung des Chefarztes.


