Salching – Am 18. Oktober steht auf dem Gelände der Oberpiebing Horse Days Westernreiten auf dem Programm. Statt Dressurviereck und Springparcours geht es diesmal um Westernsättel, Cowboyhüte und Aufgaben aus dem Ranch-Alltag. Das teilte die Gemeinde Salching mit.
Ranch Trail und Ranch Riding bilden den Kern des Programms. Sie zeigen die ursprüngliche Arbeit mit dem Pferd, Aufgaben sollen gelassen, präzise und harmonisch gelöst werden. Auf Pferd und Reiter warten enge Wendungen, wechselnde Tempi und Hindernisse, die der klassische Turniersport eher nicht kennt.
Beim Ranch Trail gehören unter anderem eine Brücke, ein Tor, das geöffnet, durchritten und wieder geschlossen wird, sowie verschiedene Stangenhindernisse zum Parcours. Gefragt sind Geschicklichkeit, Gehorsam und vor allem das Vertrauen zwischen Mensch und Tier. Bei der Ranch Riding stehen Bewegungen und Manöver im Fokus, wie sie im Alltag auf einer Ranch nötig sind.
Beide Prüfungen zählen zum Western-Cup, den die Pferdesportgemeinschaft Ostbayern e. V. ausrichtet. In Oberpiebing wird das Finale ausgetragen, es geht also um Platzierungen am Turniertag und um die entscheidenden Punkte für die Jahreswertung. Am Ende steht fest, wer den Gesamtsieg des Western-Cups 2026 holt.
Auch für den Nachwuchs ist etwas dabei. Beim geführten Trail meistern Kinder mit Pferd oder Pony einen kleinen Parcours mit Hindernissen. Die Anforderungen passen zum Alter der Kinder, und eine führende Person sorgt für zusätzliche Sicherheit. Etwas ältere Nachwuchsreiter können in den Walk-Trot-Prüfungen antreten, die ausschließlich im Schritt und Trab geritten werden. Galopp und hohe Geschwindigkeiten sind dort nicht gefordert.
Das Turnier soll laut Mitteilung Abwechslung für eingefleischte Westernfans, Pferdesportler und neugierige Besucher bieten.
Auf einen Blick
- Termin: 18. Oktober
- Ort: Gelände der Oberpiebing Horse Days
- Prüfungen: Ranch Trail und Ranch Riding, geführter Trail für Kinder, Walk-Trot-Prüfungen
- Besonderheit: Finale des Western-Cups
Hintergrund
Ranch Riding und Ranch Trail sind auch Teil einer größeren Prüfung: Bei der Versatility Ranch Horse werden die Pferde laut Wikipedia in fünf Disziplinen gezeigt, nämlich Ranch Riding, Ranch Trail, Ranch Cutting, Working Ranch Horse und Ranch Conformation. Diese Disziplin geht auf die AQHA zurück und soll die vielseitigen Talente des Westernpferdes sichtbar machen.
Zur Ausrüstung heißt es bei Wikipedia, dass es beim Turnier Regeln gibt, wie Reiter und Pferd ausgestattet sein müssen, und dass dies von Disziplin zu Disziplin variiert. Hut, Jeans und Stiefel gehören immer dazu.
Der Westernsattel ist laut Wikipedia eine Weiterentwicklung der Sättel der Konquistadoren. Das charakteristische Horn vorne diente ursprünglich als Festpunkt des Lassos, wenn Rinder vom Pferd aus gefangen wurden. Heute gehört es traditionell zum Westernsattel.
Eigene Einschätzung
Für Zuschauer, die sonst Dressur und Springen kennen, ist das Turnier eine gute Gelegenheit, eine andere Reitweise zu sehen. Ein Cup-Finale gibt dem Tag zusätzlich Gewicht. Die Mitteilung nennt leider keine Uhrzeiten und keine Angaben zu Eintritt oder Anmeldung. Wer hinfahren will, sollte sich vorab beim Veranstalter erkundigen.


