Eichstätt. (pde) – Die Diözese Eichstätt hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von rund zwei Millionen Euro abgeschlossen. Das Defizit fällt damit etwas geringer aus als im Vorjahr (2,3 Millionen Euro). Hauptgründe für das Defizit sind deutlich niedrigere Kirchensteuereinnahmen sowie höhere Ausgaben, unter anderem für Baumaßnahmen und die Altersversorgung der Mitarbeitenden.
„Wir verschweigen nicht, dass sich unsere wirtschaftliche Lage zunehmend angespannt darstellt“, erklärt Amtschef Thomas Schäfers. „Gleichzeitig sind wir finanziell weiterhin handlungsfähig. Durch ausreichende Reserven und laufende Sanierungsprozesse ist die pastorale Arbeit in den Pfarreien auch künftig gesichert.“
Die Gesamterträge des Bistums beliefen sich im zurückliegenden Jahr auf 178.787.235 Euro (192,5 Millionen Euro in 2024). Die Gesamtaufwendungen beliefen sich im vergangenen Jahr auf 180.838.628 Euro und lagen damit ähnlich stark unter dem Vorjahreswert (194,8 Millionen Euro).
Ursachen offen benannt
Gegenüber dem Vorjahr gingen die Kirchensteuereinnahmen um knapp zehn Millionen Euro zurück. Ein wesentlicher Grund dafür ist das bundesweite Clearing-Verfahren, mit dem Kirchensteuer zwischen den Diözesen verrechnet wird. Dafür musste das Bistum rund 18,2 Millionen Euro aufbringen. Gleichzeitig stiegen auch die Zuschussaufwendungen deutlich.
Rücklagen federn Defizit ab
Der Jahresfehlbetrag wird – wie bereits im Vorjahr – aus den zweckgebundenen Rücklagen gedeckt. Für die künftigen Pensionen der Mitarbeitenden hat das Bistum in den vergangenen Jahren bilanziell in verschiedenen Positionen Vorsorge getroffen. Neben den notwendigen liquiden Mitteln wurden Rückstellungen und Rücklagen ausgewiesen.
Das Bistum arbeitet bereits daran, die strukturellen Ursachen des Defizits mittelfristig zu lösen, etwa durch eine sorgfältige Priorisierung der Ausgaben anhand der strategischen Ziele des Bistums.
Stabile Basis für die pastorale Arbeit
Die Bilanzsumme des Bistums stieg zum 31. Dezember 2025 auf 633,3 Millionen Euro, das Eigenkapital liegt bei 327,9 Millionen Euro. Damit verfügt die Diözese über eine solide Vermögensbasis, die auch künftig pastorale Angebote, Bildungsarbeit und soziale Projekte in den Pfarreien absichert. Die Personalaufwendungen für die rund 1.400 Mitarbeitenden in Seelsorge, Schulen und Verwaltung blieben 2025 nahezu unverändert.
„Unser Anspruch ist, dass die Menschen in den Pfarreien die finanziellen Herausforderungen möglichst wenig spüren“, betont Schäfers. „Die pastorale Arbeit vor Ort hat für uns weiterhin oberste Priorität. Deshalb gehen wir mit den uns anvertrauten Mitteln verantwortungsvoll und transparent um.“
Neben der Bilanz des Bistums haben auch sieben weitere diözesane Rechtsträger Abschlüsse nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) vorgelegt. Dabei handelt es sich um folgende Einrichtungen: den Bischöflichen Stuhl und die Emeritenanstalt der Diözese Eichstätt, die Stiftung Karpos, die St. Willibald-Stiftung des Bischöflichen Stuhls Eichstätt, das Domkapitel Eichstätt, die Stiftung zur Dotation des Bischöflichen Domkapitels Eichstätt und die Domkustoderiestiftung.
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