Passau – Landrat Raimund Kneidinger ist auch 2026 Schirmherr der Herbstsammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Sammlung findet in der Kernzeit Oktober/November 2026 statt, wie das Landratsamt Passau mitteilte. Der Landrat ruft die Bevölkerung auf, zu spenden und sich zu beteiligen. Auch in den Gemeinden soll die Sammlung Rückhalt finden.
Mit dem Geld soll die Pflege von über 800 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern gesichert werden. Gleichzeitig soll das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt lebendig bleiben. Der Landkreis Passau hat mit der Gedenkstätte in Hofkirchen eine überregionale Gedenkstätte, zu deren Erhalt die Spendenaktion ebenfalls beiträgt.
Nach Angaben des Landratsamts betreut der Volksbund seit Jahrzehnten Kriegstote, in Europa wie auch weltweit. Im vergangenen Jahr habe sein Umbettungsdienst den einmillionsten Kriegstoten seit den 1990er Jahren würdig beigesetzt. Auf den Gräberfeldern liegen in der Summe etwa 2,8 Millionen Kriegstote. Die Arbeit des Volksbundes bleibe auch angesichts aktueller Krisen wie dem Ukraine-Krieg unvermindert wichtig.
Die Herbstsammlung bezeichnet das Landratsamt in seiner Mitteilung als das finanzielle Rückgrat der Arbeit des Volksbundes. Neben der Gräberpflege organisiert der Verein Bildungsreisen, Gedenkveranstaltungen und Jugendbegegnungen. Landrat Raimund Kneidinger betonte: „Jede Spende hilft uns, die Gräber zu pflegen, Familien zu informieren und die Erinnerung an die Schrecken des Krieges lebendig zu halten“. Kriegsgräberstätten als Lernorte der Geschichte zu verstehen, sei für ihn gerade heute wichtiger denn je.
Auf einen Blick
- Kernzeit der Aktion ist Oktober/November 2026.
- Schirmherr: Landrat Raimund Kneidinger
- Weitere Informationen: www.volksbund.de
Hintergrund
Dass der Landrat die Schirmherrschaft übernimmt, ist keine Neuerung. Laut Landkreis Passau übernimmt er sie traditionell alljährlich für die Haus- und Straßensammlung. Auch eine frühere Herbstsammlung stand unter seiner Schirmherrschaft. Damals hieß es, sie finde von Mitte Oktober bis Anfang November statt.
Seine Begründung damals: Mit dem Soldatenfriedhof in Hofkirchen gebe es eine zentrale Einrichtung im Landkreis Passau. Es sei ihm daher ein persönliches Anliegen, die Kriegsgräberfürsorge bei ihren Aufgaben zu unterstützen.
Wie wir berichteten, beschäftigte sich das Wilhelm-Diess-Gymnasium Pocking in einem Geschichtsprojekt mit der Kriegsgräberstätte Hofkirchen. Beteiligt waren auch der VdK-Kreisverband Vilshofen und der Volksbund. Bei einem Praxistag halfen die Schüler mit Unterstützung der Kreisfachberatung für Gartenbau bei der Pflege der Anlage mit.
Eigene Einschätzung
Die Mitteilung ruft zum Spenden auf, sagt aber nicht, wo und wie man das konkret tut. Wer mitmachen will, muss sich selbst bei Gemeinde oder Volksbund erkundigen. Hilfreich wäre gewesen, Sammlungstermine oder ein Spendenkonto zu nennen. Immerhin zeigt das Schulprojekt, dass die Gedenkstätte in Hofkirchen auch als Lernort genutzt wird.

