Salching – Die Mobilen Retter in der Gemeinde Salching bekommen Unterstützung für ihre Ausrüstung: Die Landfrauen Salching/Oberpiebing haben dem Feuerwehrförderverein Oberpiebing e.V. 500 Euro gespendet. Das teilte die Gemeinde Salching mit. Das Geld soll die ehrenamtliche Arbeit der Helfer fördern.
Karolina Sax und Eva Englberger übergaben den Betrag stellvertretend für die Landfrauen an Rudolf Englberger vom Feuerwehrförderverein. Verwendet wird die Spende für geeignete Erste-Hilfe-Taschen, die die ehrenamtlichen Ersthelfer künftig bei ihren Einsätzen dabeihaben sollen. Sie sollen damit besser ausgestattet sein und die nötigen Materialien sofort zur Hand haben.
Bei den Mobilen Rettern handelt es sich um registrierte und geschulte Ersthelfer. Über eine spezielle Alarmierungs-App werden sie zu Reanimationssituationen in ihrer näheren Umgebung gerufen. Das System soll die Zeit zwischen Notruf und Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken, vor allem bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand. So können wichtige Maßnahmen schon beginnen, bevor der Rettungsdienst da ist.
Wer als registrierter Mobiler Retter aus der Gemeinde Salching eine Tasche benötigt, meldet sich bei Tobias Algasinger oder Thomas Hollermeier. Die beiden kümmern sich um Organisation und Ausgabe. Die Landfrauen leisten nach Angaben der Mitteilung damit einen Beitrag zum ehrenamtlichen Engagement und zur schnellen medizinischen Erstversorgung in der Gemeinde.
Auf einen Blick
- Spende: 500 Euro der Landfrauen Salching/Oberpiebing an den Feuerwehrförderverein Oberpiebing e.V.
- Verwendung: Erste-Hilfe-Taschen für ehrenamtliche Ersthelfer
- Ansprechpartner für die Ausgabe: Tobias Algasinger oder Thomas Hollermeier
Hintergrund
Wie ein Ersthelfer-System arbeitet, schildert der BRK-Kreisverband Cham zum dortigen Projekt „Mobile Retter“. Qualifizierte Teilnehmer lassen sich registrieren und laden eine App auf ihr Smartphone. Wird der Leitstelle ein Herz-Kreislauf-Versagen gemeldet, schickt sie den Rettungsdienst los und löst zusätzlich einen Alarm an Ersthelfer in der Nähe aus.
Jeder Ehrenamtliche entscheidet selbst, ob er den Einsatz annimmt. Nachteile entstehen bei einer Ablehnung laut dem Bericht keine. Wer einspringt, wird von der App zum Einsatzort geführt und beginnt dort sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Warum es auf die Zeit ankommt, erklärt der Projektleiter des Modellprojekts so: Nach den ersten vier Minuten sinke die Überlebenswahrscheinlichkeit rapide. Jungbauer zufolge dauert es in Bayern im Schnitt neun bis zehn Minuten, bis Rettungskräfte vom Fach vor Ort sind.
Zum Mitmachen im Projekt in Cham nennt der Bericht einen bestimmten Personenkreis: Rettungsdienst-Mitarbeiter, Pflegekräfte, Ärzte, Feuerwehren, Rettungsschwimmer, Medizinische Fachangestellte, Medizinstudenten, betriebliche Ersthelfer oder Polizeibeamte. Für das bayernweite Ersthelfersystem des BRK nennt der Bericht andere Bedingungen: über 18 Jahre, ein Smartphone und mindestens ein Erste-Hilfe-Kurs. Die Nutzung der App ist dort kostenlos.
Eigene Einschätzung
Eine Tasche mit Verbandmaterial und Hilfsmitteln ist unscheinbar, macht aber im Ernstfall den Unterschied, wenn jemand direkt von zu Hause losläuft. Die Spende ist deshalb gut angelegt. Offen lässt die Mitteilung, wie viele Mobile Retter es in Salching gibt und welche Voraussetzungen dort für die Registrierung gelten. Interessierte sollten das bei den genannten Ansprechpartnern erfragen.

