Kelheim – Schulklassen im Landkreis Kelheim können künftig Besuch von Erlebnisbäuerinnen bekommen, die mit ihnen über regionale Bio-Lebensmittel und nachhaltiges Essen sprechen. Das kostenfreie Bildungsprojekt heißt „Bio-Bäuerin macht Schule“. Das Landratsamt Kelheim teilte mit, dass Öko-Modellregionsmanagerin Sonja Rieger vor wenigen Tagen alle Schulen im Landkreis über das Vorhaben informiert hat.
Ziel ist es, regionale Bio-Erzeugnisse stärker ins Bewusstsein zu rücken. Die Erlebnisbäuerinnen sind zertifiziert und kommen direkt in die Klassen. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Jahrgangsstufe und findet als interaktive Doppelstunde statt.
Rieger sagt: „Das Projekt ‚Bio-Bäuerin macht Schule‘ ist für Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Jahrgangsstufe gedacht.“ Die Kinder und Jugendlichen sollen sich anschaulich und praxisnah mit ökologischem Landbau, regionalen Lebensmitteln und gesunder Ernährung beschäftigen.
Erprobt ist das Konzept bereits in der Region Regensburg. In den vergangenen drei Jahren nahmen dort rund 3.000 Kinder und Jugendliche aus 32 Schulen teil und lernten die Biowertschöpfung der Region kennen.
Im Landkreis Kelheim sind für die ersten Besuche die Erlebnisbäuerinnen Christin Ebenbeck und Heidi Ziegaus vorgesehen. Sie sollen in den kommenden Monaten in die Schulen kommen.
Auf einen Blick
- Angebot: „Bio-Bäuerin macht Schule“, kostenfrei
- Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Jahrgangsstufe
- Format: interaktive Doppelstunde
- Terminvereinbarung für Schulen im Landkreis Kelheim ab sofort unter biomachtschule@web.de
- Ansprechpartnerin: Sonja Rieger, Öko-Modellregionsmanagerin
- Erste Schulbesuche: in den kommenden Monaten
Hintergrund
Bei einem Workshop zur Bio-Verpflegung in Kita und Schule am 30. Juni in Hienheim präsentierte Rieger in ihrer Funktion als Managerin der Öko-Modellregion Landkreis Kelheim, welche Fördermöglichkeiten es gibt, woran aktuell gearbeitet wird und welche heimischen Bezugsquellen und Bio-Lieferanten es im Landkreis gibt. Das teilt das Landratsamt auf seiner Website mit.
In Bayern gibt es außerdem ein staatliches Programm, das Lernen auf dem Bauernhof ermöglicht. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums können beim staatlichen Lernprogramm auf dem Bauernhof Schulkinder der 5. bis 10. Klasse an Mittelschulen, Realschulen, Wirtschaftsschulen und Gymnasien kostenfrei teilnehmen. Laut Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten können sie einmal in der Sekundarstufe 1 kostenlos mitmachen.
Die Führungsakademie schreibt, dass sich die Schulen bei den Betrieben melden oder die Betriebe direkt auf die Schulen zugehen. Dieses Programm ist von „Bio-Bäuerin macht Schule“ getrennt. Wer beides nutzen will, sollte die jeweiligen Bedingungen klären.
Eigene Einschätzung
Für Lehrkräfte ist das Angebot unkompliziert: kostenfrei, eine Doppelstunde, Anmeldung per E-Mail. Gut ist, dass das Projekt andernorts schon läuft. Die Mitteilung nennt aber keinen Zeitplan für die Besuche und keine Zahl der Termine. Schulen sollten sich daher früh melden.


