Augsburg: Medientag des Bistums vermittelt Öffentlichkeitsarbeit in zwölf Workshops

Augsburg – Im Augsburger Haus Sankt Ulrich haben sich über hundert Menschen aus kirchlichen Verbänden, Stellen und Kirchenstiftungen zum 5. Diözesanen Medientag getroffen. Wie das Bistum Augsburg mitteilte, lernten sie in insgesamt zwölf Workshops verschiedene Seiten der Öffentlichkeitsarbeit kennen. Eingeladen hatte die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Medien im Bischöflichen Ordinariat.

Abteilungsleiter Ulrich Bobinger freute sich bei der Eröffnung über die große Resonanz: „Sie tun so viel Richtiges, Wichtiges und Gutes und wollen dies nach außen hin tragen – schön, dass Sie da sind!“

KI-Ordnung und neues Pfarrbrief-Programm

Zum Auftakt ging es in einem Kurzvortrag um die erst kürzlich herausgegebene KI-Ordnung des Bistums. Dr. Rudolf Häselhoff, Leiter der diözesanen Fortbildungsabteilung, erklärte, sie solle Orientierung geben, damit der Einsatz von KI verantwortungsvoll und mit klarem Ziel gelingt. Sein Rat an die Teilnehmenden: Sie sollten die Verantwortung behalten, dann könne die KI mehr Möglichkeiten eröffnen, Menschen untereinander und mit Gott zu verbinden.

Gerhard Kinader vom Augsburger Sankt Ulrich Verlag präsentierte außerdem ein Programm, das sein Team neu entwickelt hat. Pfarreien sollen damit künftig mit wenig Aufwand ansprechende Pfarrbriefe erstellen können. Kinader sagte, das Werkzeug ziele darauf, dass man in kurzer Zeit mit sehr einfachen Mitteln einen Pfarrbrief „mit einer gewissen Qualität“ erstellen kann. In zwei seiner Workshops lernten Vertreterinnen und Vertreter von Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften die Möglichkeiten des Tools genauer kennen.

Breites Themenspektrum

Die übrigen Kurse deckten viele Themen ab: Pressemitteilungen schreiben, wirksam Spenden sammeln und Datenschutz in der Öffentlichkeitsarbeit waren nur einige davon. Wie sich Videoarbeit für soziale Medien umsetzen lässt, führte Anna Parschan vom Bayerischen Rundfunk vor. Das Team von katholisch1.tv mit Birgit Geiß und Sebastian Herzog trainierte mit den Teilnehmenden, vor der Kamera in einem Interview souverän aufzutreten. Iris Hahn übte mit ihnen die Gestaltung von Schaukästen, Leander Stork sprach über Chancen, Herausforderungen und Probleme sozialer Medien. Diözesan-Oberrechtsrätin Christina Lorenz hielt einen Vortrag zum Urheberrecht in der Kirche.

Am Nachmittag endete der Tag. Eine Teilnehmerin nannte die Workshops „kurzweilig und lehrreich“. Bobinger zitierte zum Abschluss die alte Weisheit „Tue Gutes und rede darüber“ und zeigte sich sicher, dass die Teilnehmenden nun bestens vorbereitet seien, dies umzusetzen.

Alle zwei Jahre richtet die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Medien den Diözesanen Medientag aus.

Auf einen Blick

  • Ort: Haus Sankt Ulrich, Augsburg
  • Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Medien im Bischöflichen Ordinariat.
  • Turnus: alle zwei Jahre
  • Nächste Auflage: geplant für Oktober 2028

Eigene Einschätzung

Gerade kleine Pfarreien dürften von praxisnahen Angeboten wie dem Pfarrbrief-Programm und den Kursen zu Interview und Schaukasten profitieren. Offen bleibt, was das neue Werkzeug kostet und ab wann Pfarreien es nutzen können. Wie hilfreich die KI-Ordnung für Ehrenamtliche ist, wird sich ebenfalls erst im Alltag zeigen.

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