Eichstätt – Gottesdienst feiern und danach miteinander ins Gespräch kommen: Dazu hat Bischof Christian Würtz den Weltmissionssonntag in Herrieden genutzt. Er war in der Stiftsbasilika zu Gast und knüpfte dort viele neue Kontakte. Das teilte das Bistum Eichstätt mit.
Schon vor dem Gottesdienst gab es eine erste Begegnung: Der Bischof traf die Besucherinnen und Besucher der Kinderkirche. Dabei wurde erklärt, warum er mit seiner Mitra aussieht wie der heilige Nikolaus und warum er einen besonderen Hirtenstab bei sich hat, den Bischofsstab. So erlebten die Mädchen und Jungen ihren neuen Bischof aus nächster Nähe.
Der kleine Benedikt fand den Bischof „cool“. Es habe ihm gefallen, dass dieser ihnen den Bischofsstab und die Mitra erklärt habe.
Auf einen Blick
- Ort: Stiftsbasilika Herrieden
- Anlass: Weltmissionssonntag
- Programm: Gottesdienst, Begegnung mit der Kinderkirche, Gespräche im Anschluss
Hintergrund
Der Weltmissionssonntag gilt als die älteste Solidaritätsaktion der Katholiken, schreibt das Bistum Eichstätt auf seiner Website. Die ärmsten Diözesen erhalten bereits seit 1926 Unterstützung aus Kollekten, die an diesem Datum weltweit in sämtlichen Pfarreien eingesammelt werden.
Der Bischofsstab, auch Pastorale genannt, steht für den Leitungsdienst des Bischofs. Der Bischof leitet das Bistum, auch juristisch, und vertritt es nach außen. Die Kirche spricht dabei vom Hirtendienst. Das Bild des Hirten stammt nach Angaben des Bistums aus dem Johannesevangelium. Der Bischof soll kein Herrscher sein, sondern ein Hirte, der den Menschen nahe ist.
Zu den Aufgaben eines Diözesanbischofs gehört, auf würdig gefeierte Gottesdienste und Sakramente in seinem Bistum zu achten. Außerdem soll er Menschen auf ihrem Glaubensweg begleiten und sie ermutigen, sich in der Kirche zu engagieren. Die Verantwortung für das Bistum trägt er, doch bei seinen Aufgaben steht er nicht allein.
Christian Würtz wurde am 4. Oktober als 83. Bischof von Eichstätt in sein Amt eingeführt.
Eigene Einschätzung
Ein Bischof, der Kindern Mitra und Stab erklärt, macht sein Amt greifbar, und der Auftakt in Herrieden wirkt unkompliziert. Die Mitteilung bleibt allerdings knapp: Was im Gottesdienst gesagt wurde und worüber danach gesprochen wurde, erfahren Leser nicht. Gerade das würde zeigen, was dieser Besuch über den Kurs des neuen Bischofs verrät.


